Abteilung Neuroimmunologie

Neuroimmunologie

Die Forschung im Überblick

Unsere Forschung konzentriert sich auf die vielfältigen Interaktionen zwischen Immun- und Nerven­system. Wir untersuchen, wie einzelne Funktions­elemente in beiden Organs­ystemen gesteuert und bei Bedarf unterdrückt werden, vergleichen die Immun­aktivität eines gesunden und eines pathologisch veränderten Nerven­systems und arbeiten an der Entwicklung neuer Therapie­ansätze. Dabei integrieren wir klinische Untersuchungen mit den Ergebnissen der Grundlagen­forschung. Das Spektrum der neuro­immunologischen Studien reicht somit vom Patienten über zellulären Strukturen bis hin zur molekularen Ebene. Eine Besonderheit bildet die Forschungsgruppe Klinische Neuro­immunologie, die im Forschungs­verbund mit dem Institut für klinische Neuroimmunologie (INIM) im Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitet, und mit den übrigen Forschungsgruppen der Abteilung kooperiert.

Der Forschungsverbund Klinische Neuroimmunologie identifiziert mit immuno-histo­chemischen Techniken und Mikro­manipulation Rezeptor-Gene von Antigenen potentiell pathogener T- und B-Zellen.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Untersuchung der Mechanismen der Immun­kontrolle des Nervensystems und der pathogener Autoimmun­reaktionen gegen neuronale Strukturen. Hierbei werden besonders der Einfluss von MOG, MOG-Antikörpern und T- und B- Lymphozyten in der experimentellen auto­immunen Enzephalo­myelitis (EAE) als ein Modell für Multiple Sklerose studiert. Genetisch veränderte autoaggressive T-Lymphozyten (CD4 T-Zellen) werden eingesetzt, um Zellwanderung innerhalb und außerhalb des ZNS zu studieren und um Transporter therapeutischer Genprodukte zu entwickeln. Proteasen, die besonders an Zelllyse und Zelltod beteiligt sind, stehen im Zentrum unserer Untersuchungen der molekularen Mechanismen von Entzündungs­krankheiten.

Projektgruppen

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Lifeaufnahmen der Autoimmunität im Zentralen Nervensystem

Bei Autoimmunerkrankungen wie der Multiple Sklerose spielen autoaggressive T-Zellen eine große Rolle: sie infiltrieren das Zentrale Nervensystem (ZNS) und lösen dort  Entzündungs­reaktionen aus. Wir wollen die zellulären Mechanismen dieser Autoimmunität im ZNS verstehen indem wir die Bewegungen dieser T-Zellen in vivo sichtbar machen.

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MOG-spezifische T- und B-Zellen Autoimmunität

Die Ursachen der Multiplen Sklerose (MS) sind nach wie vor unklar. Wir kombinieren transgene Maus-Modelle mit modernsten Technologien und untersuchen so Fragen zum Ursprung, der Entwicklung und der Regulierung der spezifischen Autoimmunität des zentralen Nervensystems (ZNS).

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Immunopathogenese der Multiplen Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung in der das Immun­system das Nerven­system angreift. Als Forschungs­­gruppe Klinische Neuro­immunologie untersuchen wir die grund­­legenden Mechanismen zur Entstehung der Multiplen Sklerose.

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Ziel-Antigene autoreaktiver T- und B-Zellen

Aus offensichtlichen Gründen können MS-Läsionen im lebenden Hirngewebe nicht untersucht werden. Dies wär jedoch die Basis, um verdächtige autoimmune Zellen zu gewinnen. Wir konzentrieren uns daher auf die Rekonstruktion der autoimmunen Vorgängen in Gewebeproben.

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Bioanalytisches Labor

Um physiologische Mechanismen verstehen zu können, müssen zunächst die Zellen der biologischen Reaktionen identifiziert und charakterisiert werden. Ein essentielles Werkzeug zur Charakterisierung zellulärer Oberflächenmarker, löslicher Produkte, DNA, etc. ist dabei die FACS-Sortierung. Wir optimieren die Sortierungsparameter für Zellen, die in Autoimmunerkrankungen eine Rolle spielen.

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Proteolytische Kontrolle des immunologischen Abwehrsystems

Das Immunsystem bildet mit neutrophilen Granulozyten und Killerzellen eine starke Abwehrlinie gegen Bakterien und Viren. Uns interessieren die Funktion und Zielsubstrate der Proteasen, die bei der Aktivierung, Rekrutierung, Wanderung und den Angriffen dieser Zellen eine Rolle spielen. Unsere Suche nach spezifischen Inhibitoren dieser Proteasen ist auch von klinischer Bedeutung.

 
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