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Tobias Bonhoeffer, PhD
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Mazahir T. Hasan, PhD

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Forschung vereint Kulturen

"The Science Bridge" Initiative bringt Neurowissenschaftler aus West und Ost zusammen

8. Januar 2018

Über 200 Wissenschaftler der ganzen Welt, darunter 29 Nobelpreisträger, wollen Grenzen überwinden und Brücken bauen. Ihre Initiative "The Science Bridge" soll helfen, den interkulturellen Forschungsaustausch und so den wissenschaftlichen Fortschritt zu stärken, und im Zuge dessen auch die Beziehungen zwischen den Kulturen zu fördern. „Eine gestärkte Zusammenarbeit in den Neurowissenschaften über nationale, kulturelle und politische Grenzen wird nicht nur helfen das Gehirn und seine Krankheiten besser zu verstehen, sondern ist ganz allgemein der Weg den die Gesellschaft gehen sollte“, resümiert Tobias Bonhoeffer, Direktor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie und Mitglied der Initiative. Deren Ziele stellen 122 Autoren aus 22 Ländern in der Fachzeitschrift Neuron vor.
Das Bild aus dem 13. Jahrhundert zeigt einen regen Austausch zwischen Gelehrten – Inspiration für heutige interkulturelle Forschungskooperationen im Rahmen der "The Science Bridge" Initiative. (Aus: Maquamat of al-Hariri, 1237 <em>n. Chr.</em>, illustriert von Yahya ibn Mahmud al-Wasiti. Das Original befindet sich in der Nationalbibliothek Frankreichs (BnF)). Bild vergrößern
Das Bild aus dem 13. Jahrhundert zeigt einen regen Austausch zwischen Gelehrten – Inspiration für heutige interkulturelle Forschungskooperationen im Rahmen der "The Science Bridge" Initiative. (Aus: Maquamat of al-Hariri, 1237 n. Chr., illustriert von Yahya ibn Mahmud al-Wasiti. Das Original befindet sich in der Nationalbibliothek Frankreichs (BnF)). [weniger]

Das "goldene Zeitalter" der mittelalterlichen arabischen und persischen Kulturen zeichnete sich durch ein Klima der Toleranz, des interkulturellen Austausches, sowie der Religions- und Redefreiheit aus. In dieser Zeit kamen Wissenschaftler aus Ländern des heutigen Europa, des Nahen Ostens und Asiens zusammen und diskutierten ohne Angst offen über ihre Forschung und Theorien. Das Ergebnis waren bedeutende Fortschritte in den Naturwissenschaften und der Medizin.

Dieses historische Modell von Toleranz und freiem Austausch könnte eine Inspiration für zukünftige Vorhaben sein, um die Kulturen von West und des Nahen Ostens/Südostasiens über die Forschung zusammenzubringen – so die Hoffnung der Autoren der Publikation Beitrags in Neuron. „Wissenschaft könnte verschiedene Kulturen erfolgreich zusammenzubringen, da sie auf Vernunft und Logik beruht und gemeinsame, wissenschaftliche Forschungsprojekte zum Beispiel exzessiven Nationalismus oder Zensur entschärfen, "alternative Fakten" widerlegen und gemeinsame, medizinische Fortschritte bringen kann“, so Mazahir T. Hasan, Professor am Achucarro Basque Center für Neurowissenschaften in Spanien und Gründer der Initiative.

Die Science Bridge Initiative will mit Hilfe wissenschaftlicher Konferenzen, Austauschprogrammen und gemeinsamen Forschungsförderungen die Kooperationen in den Bereichen der Neurowissenschaften und Medizin voranbringen. Zudem sollen sogenannte "Twin Institutes" gegründet werden, in denen Neurobiologen aus dem Nahen/Mittleren Osten und Westen gemeinsam forschen. Thomas Lissek, der Erstautor der Publikation und Medizinstudent in Heidelberg fasst das Projekt zusammen: „Unsere Hauptmotivation ist es, wissenschaftlichen Fortschritt voranzutreiben, indem wir neue Freundschaften und Kooperationen in der ganzen Welt etablieren.“

Der Text beruht auf einer Veröffentlichung der "The Science Bridge" Initiative.

 
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