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Internationale BiologieOlympiade im Martinsrieder MaxLab

Schüler vertiefen Wissen im ersten bayerischen Landesseminar

26. Januar 2018

Bei der Internationalen BiologieOlympiade (IBO) messen sich jedes Jahr die begabtesten Biologieschüler der Welt. Für die nationale Olympiamannschaft können sich vier Kandidaten über ein vierstufiges Auswahlverfahren qualifizieren. Erstmals kommen nun die zehn besten bayerischen Teilnehmer der zweiten Auswahlrunde für ein dreitägiges Landesseminar zusammen. Bei praktischen Arbeiten und im direkten Austausch mit Wissenschaftlern der Max-Planck-Institute (MPI) für Neurobiologie und für Biochemie in Martinsried üben die Schüler grundlegende Methoden der Genetik, Biochemie, Botanik und Zoologie. Zudem erhalten sie eine Führung im Botanischen Gartens München und einen botanischen Crash-Kurs am Biozentrum der LMU.
Im MaxLab der Martinsrieder Max-Planck-Institute können die zehn besten bayerischen Teilnehmer der Internationalen BiologieOlympiade ihr Wissen zu grundlegenden Methoden der biomedizinischen Forschung durch praktische Übungen vertiefen. Bild vergrößern
Im MaxLab der Martinsrieder Max-Planck-Institute können die zehn besten bayerischen Teilnehmer der Internationalen BiologieOlympiade ihr Wissen zu grundlegenden Methoden der biomedizinischen Forschung durch praktische Übungen vertiefen. [weniger]

„Der praktische Vorbereitungskurs für die dritte Runde soll den Schülern ein vertieftes Wissen zur Theorie und Praxis der biologischen Methoden geben“, betont Andrea Beier, die Landesbeauftragte der IBO in Bayern und Initiatorin des Projekts. „Bisher qualifizieren sich in der Regel nur ein bis zwei bayerische Schüler für einen der 45 Plätze der dritten Runde – das wollen wir ändern.“ Ähnlich wie in vielen anderen Bundesländern soll das neue bayerische Landesseminar die besten zehn Schüler der zweiten Runde fördern und naturwissenschaftlich weiter motivieren. „Es ist immer besser, etwas selbst gemacht anstatt nur gelesen zu haben“, weiß Ina Peters, die Leiterin des Schülerlabors MaxLab der Martinsrieder MPIs.

Das dreitägige Seminar beginnt am 24. Januar mit einer Führung im Botanischen Garten München und einem anschließenden botanischen Praktikum am Biozentrum der Ludwig-Maximilians-Universität. Die nächsten Stunden und Tage werden die Schüler dann im MaxLab verbringen. Hier durchlaufen sie ein intensives Methodentraining, das sie vor allem auf den praktischen Teil der nächsten Auswahlrunde vorbereiten soll. „Das, was sonst Biologie-Studenten in ihrem Grundstudium lernen, dürfen die Schüler jetzt in komprimierter Form im MaxLab trainieren“ so Ina Peters. Abgerundet wird der Kurs durch ein Treffen mit Kristina Ganzinger. Die erfolgreiche IBO-Teilnehmerin erforscht jetzt nach ihrer Doktorarbeit in der Abteilung „Zelluläre und molekulare Biophysik“ am MPI für Biochemie den Ursprung des Lebens.

Durch das Landesseminar können die Schüler ihr Wissen vertiefen, während sich die erfolgreichen Teilnehmer der zweiten Auswahlrunde sich dabei auch auf die nächste Runde vorbereiten. Zudem bietet das Seminar die Möglichkeit, biologieinteressierte Schüler anderer Schulen und ehemalige IBO-Teilnehmer kennenzulernen und sich bei Insidern, die das Seminar begleiten, über ein naturwissenschaftliches Studium zu informieren.
Die Endausscheidung der IBO findet im Juli in Shiraz, Iran statt.

WEITERE INFORMATIONEN

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gibt in Abstimmung ebenfalls eine Pressemitteilung zu dem dreitägigen Seminar heraus. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle wünscht darin den Seminarteilnehmern viel Erfolg: „Ich wünsche Euch eine lehrreiche und intensive Vorbereitung im neu eingerichteten Landesseminar und den für die dritte Runde qualifizierten Teilnehmern, dass sie auch das nächste Auswahlverfahren gut meistern. Wer alle vier Auswahlrunden erfolgreich durchläuft, qualifiziert sich für die nationale Olympiamannschaft.“

Internationale BiologieOlympiade (IBO)

Die Ziele des Wettbewerbes sind, aktives Interesse an biologischen Arbeiten und kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Fragestellungen zu fördern, Kontakte zwischen biologisch besonders interessierten Schülerinnen und Schülern herzustellen und freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder zu entwickeln, um dadurch zur internationalen Zusammenarbeit und zum Verständnis verschiedener Nationen beizutragen.

MaxLab der Martinsrieder Max-Planck-Institute

Das MaxLab ist eine Gemeinschaftsinitiative der Max-Planck-Institute für Biochemie und für Neurobiologie. Ziel ist, Schüler und andere Besucher für naturwissenschaftliche Forschung zu begeistern und Orientierung zur Berufswahl zu geben. In verschiedenen Kursformaten können Gruppen oder Einzelpersonen modernste Labormethoden kennenlernen und wissenschaftliche Experimente selbst durchführen. Die behandelten Themen und Methoden spiegeln dabei die aktuelle Forschung der beiden Institute wider.

 
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