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Frank Bradke erhält den IRP-Schellenbergpreis

Die Auszeichnung ist eine der höchsten in der Regenerationsforschung.

18. Januar 2011

Der den IRP-Schellenberg Preis ist eine der höchsten Auszeichnungen in der Regenerations-forschung. Er würdigt Wissenschaftler, deren Arbeiten im herausragenden Maß zu unserm Verständnis von Rückenmarksverletzungen und ihrer Heilung beigetragen haben. Für das Jahr 2011 erhalten Dr. Frank Bradke vom Martinsrieder Max-Planck-Institut für Neurobiologie und Prof. Mike Fainzilber vom Weizmann Institut in Israel den mit 150.000 Schweizer Franken dotierten Preis.

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Frank Bradke im Labor seiner Max-Planck-Forschungsgruppe am Institut.

Frank Bradke leitet seit 2003 die Max-Planck-Forschungs-gruppe Axonales Wachstum und Regeneration am MPI für Neurobiologie in Martinsried. Der Preis wird von der Internationalen Stiftung für Forschung in Paraplegie einmal im Jahr an die weltweit besten Wissenschaftler in diesem Gebiet verliehen.

Der Preisträger und seine Arbeit

Wenn Nervenleitungen im Gehirn oder Rückenmark, dem zentralen Nervensystem (ZNS), verletzt werden, dann wachsen sie im Gegensatz zu den Fasern im peripheren Nervensystem nicht wieder aus. Querschnittslähmungen oder diverse Ausfälle bei Schlaganfallpatienten sind die Folge. Allerdings gerät das Dogma, wonach Schäden im ZNS prinzipiell nicht reparierbar sind, zunehmend ins Wanken. In den letzten 20 Jahren haben Forscher eine ganze Reihe von Anti-Wachstumsfaktoren entdeckt, die das erneute Auswachsen von Nerven im ZNS unterdrücken. Frank Bradke und sein Team am MPI für Neurobiologie untersuchen, welche molekularen Signale und Gene die Nervenzellfasern im ZNS nach einer Verletzung wieder wachsen lassen. Der Fokus der Arbeiten liegt dabei auf dem Zellskelett der Nervenzellen.

Frank Bradke studierte Biochemie und Entwicklungsbiologie an der Freien Universität Berlin und am University College in London. Er promovierte am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg und forschte nach Abschluss seiner Doktorarbeit an der University of California, San Francisco und der Stanford University in den USA. Seit 2003 leitet er eine Max-Planck-Forschungsgruppe am MPI für Neurobiologie in Martinsried. In diesem Jahr folgt Prof. Bradke einem Ruf an das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen nach Bonn.

 

 
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