Auszeichnung für herausragende Arbeiten junger Wissenschaftler

Armin Bahl und Matthew Maisak erhalten den Young Scientist Award

9. Dezember 2013
Von links nach rechts: Jürgen Haag, Alexander Borst, Armin Bahl, Matthew Maisak, Tobias Bonhoeffer

Seit dem 17. Jahrhundert ist das Veröffentlichen von Forschungs-ergebnissen Teil der wissenschaftlichen Arbeit – denn nur veröffentlichte Ergebnisse gelten als allgemein anerkannt. Dies soll zum einen die gleichbleibend hohe Qualität der Arbeiten sichern, da Ergebnisse so von anderen überprüft werden können. Zum anderen steht hinter dem Aufruf zur Veröffentlichung der Grundgedanke, dass Wissenschaftler weltweit von den Ergebnissen erfahren und so auf diese aufbauen können.

Den hohen Stellenwert wissenschaftlicher Publikationen würdigt der „Young Scientist Award“, mit dem das Max-Planck-Institut (MPI) für Neurobiologie jedes Jahr herausragende Publikationen junger Wissenschaftler würdigt. Zur Wahl stehen veröffentlichte Arbeiten des vergangenen Jahres, deren Erstautoren am MPI für Neurobiologie an ihrer Doktorarbeit arbeiten oder diese vor kurzem abgeschlossen haben.

Am 9. Dezember 2013 wurde der mit jeweils 1.000 Euro dotierte Preis an Armin Bahl und Matthew Maisak überreicht. Im Rahmen einer institutsinternen Veranstaltung stellten die beiden Doktoranden aus der Abteilung von Alexander Borst ihre ausgezeichneten Arbeiten noch einmal vor: Armin Bahl beschrieb seine in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience publizierte Arbeit vom April 2013. Matthew Maisak stellte seine Ergebnisse vor, die im August 2013 in Nature veröffentlicht wurden.

Die Preisträger und ihre ausgezeichneten Arbeiten

Armin Bahl: Blind und doch nicht blind
Fliegen nutzen unterschiedliche Nervenzell-Schaltkreise um Bewegungs- und Positionsinformationen zu verarbeiten mehr

Armin Bahl studierte Biophysik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Für seine Diplomarbeit ging er 2004 an das University College London. Im Jahr 2009 kam Armin Bahl an das Max-Planck-Institut für Neurobiologie. Hier arbeitete er an seiner Doktorarbeit zum Thema „Bewegungs- und Positionssehen in der Fliege Drosophila“ in der Abteilung Schaltkreise – Information – Modelle unter der Leitung von Alexander Borst.

Matthew Maisak: Bewegungsschichten im Gehirn
Neurobiologen entdecken elementare Bewegungsdetektoren in der Fliege mehr

Matthew Maisak studierte Molekularbiologie an der Saint Louis Universität in Missouri (USA). Im Jahr 2010 kam er an das Max-Planck-Institut für Neurobiologie nach Martinsried. Hier arbeitet er an seiner Doktorarbeit in der Abteilung Schaltkreise – Information – Modelle unter der Leitung von Alexander Borst.

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