Hohe Auszeichnungen für ehemalige Forschungsgruppenleiter

Amparo Acker-Palmer (Frankfurt) erhält einen ERC Advanced Grant und Frank Bradke (Bonn) den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft

15. Dezember 2015

Die Preisgelder von jeweils 2,5 Millionen Euro sollen den beiden Spitzenwissenschaftlern Freiräume für ihre weiteren Forschungsprojekte bieten. Das Max-Planck-Institut für Neurobiologie gratuliert den beiden ehemaligen Mitarbeitern zu diesen hohen Anerkennungen ihrer Forschungsleistungen.

Amparo Acker-Palmer, ehemalige MPIN-Forschungsgruppenleiterin erhält einen ERC Advanced Grant

Nerven- und Blutbahnen verlaufen im Körper häufig direkt nebeneinander. Dies ist seit langem bekannt. Im Laufe der letzten 10 Jahre fanden Wissenschaftler heraus, dass Wachstum und Entwicklung von Nerven- und Blutbahn-Netzen durch die gleichen Moleküle beeinflusst werden. Die Biologin Amparo Acker-Palmer ist eine herausragende Pionierin dieses Forschungsfeldes. Für ihre Erforschung der Kommunikation zwischen Nervenzellen und Blutgefäßen während der Entwicklung und Funktion des Gehirns erhielt sie 2015 einen ERC Advanced Grant. Die Erkenntnisse der Studie werden voraussichtlich auch unser Verständnis neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen verbessern.

Amparo Acker-Palmer leitete von 2001 bis 2008 die unabhängige Forschungsgruppe "Signaltransduktion" am Max-Planck-Institut für Neurobiologie. Seit 2008 forscht und lehrt sie an der Goethe Universität in Frankfurt am Main und ist seit 2014 Fellow am MPI für Hirnforschung.

Frank Bradke, ehemaliger MPIN-Forschungsgruppenleiter, erhält den Leibniz-Preis 2016

Der Biochemiker Frank Bradke erhält den Leibniz-Preis 2016 für seine wegweisenden Forschungen auf dem Gebiet der regenerativen Neurobiologie. Im Mittelpunkt seines Interesses steht das Wachstum der Axone, also jener Fortsätze von Nervenzellen, deren fehlende Regenerationsfähigkeit eine zentrale Rolle bei Querschnittslähmungen spielt. Wie diese Fasern doch wieder zum Wachstum angeregt werden können, ist das Ziel der Forschung von Frank Bradke. Seine Arbeiten sind dabei sowohl für die Grundlagenforschung als auch für therapeutische Ansätze von außerordentlicher Bedeutung.

Frank Bradke leitete von 2003 bis 2011 die unabhängige Forschungsgruppe "Axonales Wachstum und Regeneration" am Max-Planck-Institut für Neurobiologie. Seit 2011 forscht er am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn und ist zugleich Professor an der Bonner Universität.

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