Kai Kessenbrock, Yishai Elyada und Alessandro Filosa erhalten den Outstanding Paper Award

In diesem Jahr werden gleich drei Nachwuchswissenschaftler für ihre Veröffentlichungen gewürdigt

13. November 2009

Bereits seit dem späten 17. Jahrhundert gehört das Veröffentlichen von Forschungsergebnissen zur wissenschaftlichen Arbeit – denn nur veröffentlichte Ergebnisse gelten als allgemein anerkannt. Dies soll zum einen die gleichbleibend hohe Qualität der Arbeiten sichern, da Ergebnisse so von anderen überprüft werden können. Zum anderen steht hinter dem Aufruf zur Veröffentlichung der Grundgedanke, dass Wissenschaftler weltweit von den Ergebnissen erfahren und so auf diese aufbauen können.

Die Preisträger, ihre Betreuer und die Stifter (v.l.n.r.): Dr. Dieter Jenne, Dr. Jürgen Haag, Dr. Kai Kessenbrock, Prof. Dr. Alexander Borst, Dr. Alessandro Filosa, Prof. Dr. Rüdiger Klein, Dr. Rosa Laura Wekerle Oropeza, Prof. Dr. Hartmut Wekerle, Dr. Yishai Elyada, Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld

Den hohen Stellenwert wissenschaftlicher Publikationen erkennt auch die Rosa Laura und Hartmut Wekerle Stiftung an, die nun im zweiten Jahr herausragende Publikationen junger Wissenschaftler mit dem "Outstanding Paper Award" würdigt. Zur Wahl standen veröffentlichte Arbeiten des letzten Jahres, deren Erstautoren am Max-Planck-Institut für Neurobiologie an ihrer Doktorarbeit arbeiteten oder diese vor kurzem abgeschlossen haben. Ausgewählte Arbeiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie von sehr hoher Qualität sind und einen wichtigen Beitrag zum bestehenden Wissensstand leisten.

Am 13. November 2009 wurde der mit jeweils 1.000 Euro dotierte Preis in diesem Jahr gleich drei jungen Wissenschaftlern überreicht. Ausgezeichnet wurden Kai Kessenbrock für seine Publikation vom Juli 2008 in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Investigation ausgezeichnet, Yishai Elyada für seine Veröffentlichung im Februar 2009 in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience, und Alessandro Filosa für seine Publikation im September 2009, ebenfalls in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience.

Die Urkunden wurden im Rahmen einer kleinen institutsinternen Veranstaltung überreicht.

Die ausgezeichneten Arbeiten und Preisträger

Kai Kessenbrock: Wie Leukozyten sich bei Entzündungen warm laufen. Veröffentlichung vom Juli 2008 in der Fachzeitschrift The Journal of Clinical Investigation.

Dr. Kai Kessenbrock studierte Biologie an den Universitäten in Bonn und Heidelberg. Im Jahr 2004 kam er an das Max-Planck-Institut für Neurobiologie, wo er 2009 seine Doktorarbeit in der Abteilung Neuroimmunologie erfolgreich abschloss. Seit Mitte 2009 arbeitet er an der University of California in San Franzisco (USA).

Yishai Elyada: Zellen sehen doppelt
Ein und dieselbe Nervenzelle reagiert auf zwei unterschiedliche Sehbereiche mehr

Dr. Yishai Elyada studierte Mathematik an der Universität von Tel-Aviv und kam 2004 nach Martinsried. Hier arbeitete er am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in der Abteilung "Schaltkreise - Information - Modelle" an seiner Doktorarbeit – die er in diesem Sommer erfolgreich abschloss. Seit September 2009 forscht Yishai Elyada am Duke University Medical Center in Durham (USA).

Alessandro Filosa: Star-shaped cells help with learning
Die Astrozyten beeinflussen, wie effizient Nervenzellen Informationen austauschen mehr

Dr. Alessandro Filosa studierte Biologie am Telethon Institute of Genetics and Medicine in Neapel. Er kam im September 2005 an das Max-Planck-Institut für Neurobiologie, wo er 2009 seine Studien erfolgreich mit seiner Doktorarbeit abschloss. Seit Oktober 2009 arbeitet er nun am Friedrich Miescher Institut in Basel.

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