Jubiläum

100 Jahre Psychiatrie & Neurobiologie

Die MPIs für Neurobiologie und für Psychiatrie feiern gemeinsam Jubiläum

13. März 2017

 

Ihr 100jähriges Bestehen feierten die Max-Planck-Institute (MPI) für Neurobiologie und für Psychiatrie gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Symposium am 13. und 14. März, bei dem hochkarätige Sprecher über ihre aktuelle Forschung aus der Neurobiologie und Psychiatrie sprachen. Das Programm findet sich in der rechten Spalte. Zum Festakt kamen namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. In beiden Instituten zeigt eine Ausstellung auf zwölf Tafeln wissenschaftliche Methoden und Schwerpunkte aus 100 Jahren Institutsgeschichte. Ein Zeitstrahl zeichnet die Geschichte der Institute nach.

Das Gehirn verstehen

1917 wurde die "Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie", die Vorgänger-Einrichtung der MPIs für Psychiatrie und für Neurobiologie, gegründet. Die Idee des privatfinanzierten und universitätsunabhängigen Hirnforschungsinstituts war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich: Ein interdisziplinärer, naturwissenschaftlich orientierter Ansatz sollte der Psychiatrie neue Methoden, Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. So notierte der Gründer des Instituts, Emil Kraepelin, erstmals Symptome von Patienten auf Zählkarten. „Was heute selbstverständlich klingt, war damals revolutionär – die naturwissenschaftlich begründete Psychiatrie war geboren“, fasst Elisabeth Binder, Geschäftsführende Direktorin des MPI für Psychiatrie zusammen.

Dem Anspruch, das Gehirn im gesunden und kranken Zustand durch neue Methoden und Ansätze grundlegend zu verstehen, haben sich die beiden Institute bis heute verschrieben. Schon früh entstanden zwei Forschungsschwerpunkte, nach denen das Institut 1962 in einen klinischen und einen theoretisch-neurobiologischen Teil aufgegliedert wurde. 1998 wurde letzterer zum eigenständigen MPI für Neurobiologie. „Die beiden Institute ergänzen sich auch heute noch hervorragend und tragen mit ihren unterschiedlichen Ansätzen zu einem ganzheitlichen Verständnis des Gehirns bei“, resümiert Herwig Baier, Geschäftsführender Direktor des MPI für Neurobiologie.

 
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